Segeltörn 14 Tage -15.08. - 29.08.15

 

Man glaubt es kaum fünf Jahre sind zwar eine lange Zeit  aber das Wiedersehen mit Dieter und Moni am Pier von Kamari (Kefalos) war als wären wir nur kurz mal weg gewesen.

Und doch war natürlich etwas anders. Dieter und Moni erwarteten uns genau so herzlich mit den obligatorischen  Aufregern  über das viel zu üppige Gepäck wie vor fünf Jahren. Nur war die altehrwürdige hölzerne 40-Tonnen-Dame  Lodos der dagegen leichtgewichtigen, schnittigen, nach Wind und Wellen lechzenden Albatros gewichen.

Damals tasteten wir, die Berlin-Brandenburger-Klicke, uns mit der Lodos bei einem Wochentörn von Kamari (Kefalos) über Gyali, Nisyros, Kos-Stadt, Pseromos, Kalymnos wieder nach Kos-Stadt und waren begeistert. Wir hatten uns geschworen, dass der nächste Besuch der griechischen Inseln ausgiebiger sein sollte.

Wir sollten dank Wind, Welle, der Albatros und ihrer unverwechselbaren Eigner in unseren Erwartungen nicht enttäuscht werden.

 

 

Samstag

Da ist sie, die Albatros. Die erste Begegnung und das Wiedersehen mit Moni und Dieter war erwartungsgemäß herzlich und direkt zugleich.

Was soll man sagen wir hatten natürlich aus Dieters Sicht wieder einmal viel zu viel Gepäck, was es galt koordiniert an Bord zu verstauen.

 Neben der Albatros lag ein Boot, welches die Erinnerungen an die Lodos etwas weckte. Die Eigner, Heinz und Pia sollten uns in den kommenden zwei Wochen mit ihrer Zypria in verschiedenen Häfen wieder begegnen.

Nachdem die Formalitäten, wie Passagierliste, Kabinen- und Gepäckverteilung und besprechen der „Hausordnung“ geregelt waren, trafen wir uns alle bei Sebastian und Maria zum ersten gemeinsamen Abendessen mit Begrüßungsumtrunk.

Beim Schwelgen in Erinnerungen über alte Zeiten von vor fünf Jahren wuchs die Spannung auf die kommenden Tage.

Zurück an Bord wurden nach einem Absacker die Schlafplätze an Deck eingerichtet und jeder viel in einen erwartungsgeladenen Schlaf.

 

 Sonntag

 Erste Meilen (gleich mit vollen Segeln) ums Kap Krikelo im Süden von Kos Richtung Nord.

Nach ca. 37 Sm sollten wir unser Ziel den Hafen Lakki (Leros) erreichen.

Wir machten Dank guten Windes aus NO bereits am Nachmittag vor Buganker am Pier von Lakki fest.

Nach einem ersten Bad im sehr sauberen Hafen und den Vorbereitungen für den abendlichen Landgang, ließen wir die Hafenatmosphäre mit der Burg, der Marina mit dem alten Marine-Gebäude aus der italienischen Besatzungszeit und die Entspanntheit auf uns wirken.

In der Vasileos Pavlou fanden wir in einem exzellenten Grillrestaurant einen würdigen Ausklang für den ersten Tag auf See.

Früh am Morgen in der spiegelglatten Bucht von Lakki, absolviert ein kleiner Teil der Crew an Land noch das morgendlichen Laufpensum, als Moni schon das üppige Frühstück vorbereitet.

Nach einer kurzen Maschinenfahrt bis zur Spitze von Katsouni mit dem alten und neuen Leuchtfeuer, kreuzten  wir nach Norden an der Küste entlang und sahen achtern die Felsformationen von Leros nach und nach im morgendlichen Dunst verschwinden.

Nachdem wir die Bucht von Kokkali und Gourna mit ihren in der Mitte aus dem Meer ragenden kleinen Felsen passiert hatten, drehten wir zwischen der Nordwestspitze von Leros und der vorgelagerten Insel Archaggelos nach Steuerbord. Vorbei an Aquafarmen und dem kleinen Flughafen von Partheni legten wir in der gleichnamigen Bucht einen kurzen Badestop ein, um anschließend bei gutem Wind den Törn in Richtung Nordost fortzusetzen.

Die kleine Insel Agathonisi unterhalb von Samos erreichten wir nach ca. 17 Seemeilen und machten am frühen Abend achtern im kleinen beschaulichen Hafen von Agios Georgios fest. - Ein kleiner Ausflug zur Kapelle Agios Pantheleimon auf dem Berg links oberhalb des malerischen Hafens verspricht einen grandiosen Blick über die Insel aus etwas mehr als 70 Metern über dem Meer.

Ein angenehmes Bad im glasklaren Wasser der Bucht brachte allen die richtige Entspannung als Vorbereitung auf ein köstliches Mal in einer der drei kleinen Tavernen direkt am Meer.

Als die ca. zehn Liegeplätze belegt waren und sich die Nacht über die ruhige Bucht gelegt hat ließen wir den schönen Tag bei allerlei köstlichen Getränken und den Klängen der Backgammonwürfel ausklingen.

Auch wenn es nur eine kurze Nacht wurde, träumte so mancher doch von der kommenden Überfahrt zur fast doppelt so großen Insel Patmos.

 

Dienstag

Nach einem erfrischenden Bad, erwartet die Crew ein üppiges Frühstück, dem es wie immer an nichts fehlte.

Das heutige Ablegemanöver unter Einsatz des Diesels dauerte gefühlt nur fünf Minuten – nach der Wende war die Maschine auch schon aus und das Großsegel unterstützt von der Genua brachten die Kraft des Windes aufs Wasser.

Mit mäßigem Wind aus Nordwest und nach knapp 12 Seemeilen erreichten wir entspannt die auf dem Weg nach Patmos liegenden beiden Inseln Arki und Lipsi.

Larki begrüßte uns mit zahlreichen opulenten ankernden Yachten und einer atemberaubenden Landschaft.

Tigarnakia auf Larki wird nicht umsonst als „Die kleine Karibik“ bezeichnet. - Dieter steuerte die Albatros mit ihren gut 52 Fuß fast ausschließlich unter Segeln an die beste Stelle in diesem tollen Archipel.

Der obligatorische Sprung ins klare Wasser war natürlich eine gelungene Überraschung.

Nach entspanntem Törn unter gutem Wind fuhren wir bereits am Nachmittag in den Hafen von Patmos Skala ein.  Hier ist es keine Seltenheit, dass man auf der Fahrt zu seinem Liegeplatz zwischen mehreren Kreuzfahrtschiffen hindurch muss. Wir hatten Glück… der einzige Koloss an diesem Abend war hinter uns und am Kai war noch genügend Platz für die Albatros.

Bei Sonnenuntergang schlenderten wir zu einer kleinen Taverne im Fischerhafen vom Nachbarort Etia und bewunderten das Glühen der untergehenden Sonne auf dem gegenüber liegenden Berg, der dem Vergleich mit Ayer Rock gewiss stand hielt…

Bei hervorragenden Fisch und anderen Köstlichkeiten planten wir den Landausflug für den nächsten Tag und genossen die allabendliche Entspannung.

Nach einem kurzen Spaziergang durch das quirlige und imposant erleuchtete Skala waren die Ziele für morgen gesetzt und die Nacht war unser.

 

Mittwoch

Frisch rasiert von dem unweit vom Liegeplatz ansässigen Barbier und gestärkt nach Monis super Frühstück starteten wir den Landgang im Zentrum von Skala.

Mit dem Taxi ging es durch Eukalyptusalleen hinauf weit über die Stadt.

 

Nach einem kurzen Fußweg durchs malerische Dorf Chora erreichten wir die venezianische Anlage des Kloster Agios Ioannis Theologos, was jährlich Ziel mehrerer Wallfahrten ist und zum Unesco Weltkulturerbe gehört.

Die obligatorische Besichtigung der historischen Mauern war die richtige Entscheidung.

Kurz unterhalb der Klostermauern, auf halber Höhe zur Hafenstadt, findet man eine weitere Wallfahrtsstätte.

Die „Höhle der Apokalypse“ im Inneren des Berges ist eines der wichtigsten Heiligtümer der griechisch-Orthodoxen Kirche. Eine kurze Führung ist während der Öffnungszeiten immer zu empfehlen.

Dann Abstieg zum Hafen: vorbei an kleinen Pensionen, ansprechenden Studios, kleinen Kirchen, Bars und Geschäften. Und wir ließen uns einladen von gemütlichen Tavernen. Dann ging es zurück zur Albatros.

Wir hatten mit Dieter eine Zeit zum Ablegen vereinbart.

Am frühen Nachmittag verließen wir mit den tollen Eindrücken von Vergangenheit und Gegenwart den Hafen von Skala in südwestliche Richtung mit der Kraft der fossilen Energie, um nach knapp drei Seemeilen in Grikos Bay mit Blick auf den Felsen von Tragonisi frei zu ankern.

Im „blau-weißen“ Cockpit der Albatros ließen wir die Eindrücke des Tages und den Geschmack des Ouzos auf uns wirken, und waren voller Erwartung auf unseren morgigen, noch unbekannten Törn.

Donnerstag

Nach einem erfrischenden Bad wurde das Tagesgeheimnis um unser heutiges Ziel gelüftet. - Das Frühstück und die an der Reling trocknenden Badesachen waren das einzige, aber unumgängliche, was einem sofortigen Aufbruch im Wege stand.

Aber auf Kommando des Käpt’ns waren der Tisch und die Kombüse seefest und die Klamotten behinderten keinesfalls mehr die Sicht.

Nach ca. 23 Seemeilen in südsüdwestlicher Richtung sollten wir unseren nächsten Ankerplatz finden.

Mit einem kleinen blinden Passagier… und gutem Wind konnten wir uns bereits am frühen Nachmittag eine der zehn Ankerbojen in der schmalen Süd-Bucht der Insel Levitha aussuchen.

Jetzt hieß es nur noch schwimmen, schnorcheln und faulenzen bis der … Fischer kommt.

Auf der kleinen Privatinsel Levitha lebt nur eine Bauernfamilie, die mit Viehzucht, Ackerbau und Fischfang ihren Lebensunterhalt bestreiten. - Nebenbei betreiben sie eine kleine Taverne für die in der Bucht ankernden Gäste des Eilands.  Die Wünsche für das Abendmahl erfragt der Hausherr eigens längsseits an jeder Yacht am Nachmittag.  Dieter setzt die Crew mit dem Dingi über und wir wandern im Halbdunkel über die Ländereien, zwischen den Ziegen und Schafen zur Taverne auf dem Bauernhof.  Die Mitnahme der Taschenlampen oder Handy-Spotlights war sicher eine gute Idee. Zu etwas anderem sind Handys hier sowieso nicht zu gebrauchen…

Die selbst produzierten Rohstoffe ließen die köstlichen und ursprünglichen Gerichte zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Die ganze Familie unserer Gastgeber sorgte für unser Wohl und bereiteten einen unvergesslichen Ausklang des Tages. - Als die neun kleinen Lichtpunkte unter dem Dach der Milchstraße wieder an Bord der Albatros ankamen konnte selbst ein kleiner Absacker das Erlebte nicht mehr toppen.

Dann Abstieg zum Hafen: vorbei an kleinen Pensionen, ansprechenden Studios, kleinen Kirchen, Bars und Geschäften. Und wir ließen uns einladen von gemütlichen Tavernen. Dann ging es zurück zur Albatros.

Wir hatten mit Dieter eine Zeit zum Ablegen vereinbart.

Am frühen Nachmittag verließen wir mit den tollen Eindrücken von Vergangenheit und Gegenwart den Hafen von Skala in südwestliche Richtung mit der Kraft der fossilen Energie, um nach knapp drei Seemeilen in Grikos Bay mit Blick auf den Felsen von Tragonisi frei zu ankern.

Im „blau-weißen“ Cockpit der Albatros ließen wir die Eindrücke des Tages und den Geschmack des Ouzos auf uns wirken, und waren voller Erwartung auf unseren morgigen, noch unbekannten Törn.

Donnerstag

Nach einem erfrischenden Bad wurde das Tagesgeheimnis um unser heutiges Ziel gelüftet. - Das Frühstück und die an der Reling trocknenden Badesachen waren das einzige, aber unumgängliche, was einem sofortigen Aufbruch im Wege stand.

Aber auf Kommando des Käpt’ns waren der Tisch und die Kombüse seefest und die Klamotten behinderten keinesfalls mehr die Sicht.

Nach ca. 23 Seemeilen in südsüdwestlicher Richtung sollten wir unseren nächsten Ankerplatz finden.

Mit einem kleinen blinden Passagier… und gutem Wind konnten wir uns bereits am frühen Nachmittag eine der zehn Ankerbojen in der schmalen Süd-Bucht der Insel Levitha aussuchen.

Jetzt hieß es nur noch schwimmen, schnorcheln und faulenzen bis der … Fischer kommt.

Auf der kleinen Privatinsel Levitha lebt nur eine Bauernfamilie, die mit Viehzucht, Ackerbau und Fischfang ihren Lebensunterhalt bestreiten. - Nebenbei betreiben sie eine kleine Taverne für die in der Bucht ankernden Gäste des Eilands.  Die Wünsche für das Abendmahl erfragt der Hausherr eigens längsseits an jeder Yacht am Nachmittag.  Dieter setzt die Crew mit dem Dingi über und wir wandern im Halbdunkel über die Ländereien, zwischen den Ziegen und Schafen zur Taverne auf dem Bauernhof.  Die Mitnahme der Taschenlampen oder Handy-Spotlights war sicher eine gute Idee. Zu etwas anderem sind Handys hier sowieso nicht zu gebrauchen…

Die selbst produzierten Rohstoffe ließen die köstlichen und ursprünglichen Gerichte zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Die ganze Familie unserer Gastgeber sorgte für unser Wohl und bereiteten einen unvergesslichen Ausklang des Tages. - Als die neun kleinen Lichtpunkte unter dem Dach der Milchstraße wieder an Bord der Albatros ankamen konnte selbst ein kleiner Absacker das Erlebte nicht mehr toppen.

Nach bei gutem Wind und Wellengang geglücktem Anlegemanöver im Hafen von Katapola an der Westküste von Amorgos wurden die Wunden geleckt und ein erster Spaziergang zur Erkundung unseres heutigen abendlichen kulinarischen Ausflugs organisiert. - Das opulente Mahl mit frischem Fisch, Lamm, Huhn sowie den immer wieder ersehnten Vorspeisen und den nicht zu vergessenen einheimischen Trauben- und Gerstengetränken trug maßgeblich zu Entspannung an diesem Abend bei.

Der Rückweg zum Kai wurde von einem spektakulären Sonnenuntergang begleitet.

Samstag

In der Nacht verlor der Wind nicht von seinem leichten „Übermut“. Auch mussten wir einen Krankheitsfall in unsere heutige Planung einbeziehen. - Beim Riesenrührei zum Frühstück wurde Kriegsrat gehalten…

Wir entschieden den Tag an Land zu verbringen, leider ohne Dieter und Moni. Sie wollten bei der Albatros bleiben, da doch mit einem weiteren Auffrischen des Windes zu rechnen war. „ Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.“ - Der Rest der Crew entschied sich für zwei kleine Mietwagen, um die Insel zu erkunden.

Der deutsche Mietstationsbetreiber gab uns einige interessante Tipps anhand der detaillierten Inselkarte, die den Tag sicher ausfüllen sollten.

Unser erster Tagesabschnitt führte uns über die in die Berge getriebene Hauptstraße nach Chora. Dabei überquert man den zweithöchsten Berg der Insel über dessen Nordostflanke sich die wenigen Wolken der Region reiben und dabei nicht selten direkt über die Straße ziehen. Ein tolles Schauspiel.

 Nach der Stadt Chora mit ihrem von einer kleinen Kapelle gekrönten imposanten Berg im Zentrum hat man von der weiterführenden Straße einen fast unbegrenzten Blick über große Teile der Insel, die oft zum Anhalten verführen.

Auf dem Rückweg folgten wir kurz vor Chora der südlich abgehenden Küstenstraße ca. 10 km. Unser Ziel war letztlich die felsige Bucht von Muoro südlich von Kamari. - Kurz vor unserem Badespaß besuchten wir die linker Hand kurz vor Kamari liegende kleine Taverne ……..

Hier sitzt man auf ca. 250 Höhenmetern und hat von der windgeschützten Terrasse einen atemberaubenden Weitblick über die südliche Küste von Amorgos. - Nach einem sehr reichhaltigen köstlichen Mal ging es weiter die Serpentinen hinunter zur Südküste und der idyllischen Felsenbucht von Muoro. Das Bad nach dem 100-stufigen Abstieg war ein entspannender Ausklang unseres Landgangs auf der größten Insel der Kleinen Kykladen.

Sonntag

Heute Segeln pur. Eine kleine Schule Delphine schickte uns auf Kurs. Allen ging es blendend. Der Wind verwöhnte die Albatros beim achtstündigen Törn zur südwestlich gelegenen „ Schmetterlingsinsel“. Diesen Namen verdankt Astipalea ihrer vergleichbaren Form.

 Bei Wellen zwischen 4 und 6m und durchschnittlich 8 Windstärken (in Böen 10) steuerten wir den kleinen Hafen Skala im Inneren der Insel an.

 Kochen war während der sportlichen Überfahrt unmöglich. Somit gab es Sandwiches zum Mittag.

 Die Maschine konnte lange ausruhen. Damit das Getriebe nicht zu stark mit hoher Drehzahl über Propeller und Welle belastet wurde, legte Dieter wie üblich den Rückwärtsgang ein.

 Die dadurch auf das System wirkenden Kräfte hatten aber zur Folge, dass sich das Schalthebelgestänge derart verzog, dass ein Aus- und Einkuppeln der Gänge verhindert wurde. - Leichte Panik bei der Crew und absolut professionelle Übersicht beim Käpt’n. Wir mussten nun einige Mal kreuzen damit Dieter genügend Zeit hatte, den Schaden zu beheben. Und wir kreuzen ausgerechnet vor einem Kreuzer der griechischen Marine. Aber das Getriebe war in kurzer Zeit wieder ganz und wir konnten in den sicheren Hafen einlaufen. Dort hatten wir einen weiteren Manöverschaden zu verzeichnen: der Windmesser wurde vom Masttopp abgerissen. Ohne Tacho Auto fahren ist schließlich auch nicht ratsam.

Am Abend kehrten wir in der kleinen, gemütlichen Taverne „Maistrali“ oberhalb des Hafens ein. Danach packte uns noch das Shoppingfieber.

 

 Der Wind sollte uns für die nächsten Tage im Hafen festhalten. Für uns eine willkommene Gelegenheit, die Insel zu erkunden. Zunächst zu Fuß da keine Rental Cars/ Motor Bikes verfügbar waren. - So lag es also nahe, dass wir als erstes die venezianische Festung aus dem 13. Jahrhundert oberhalb der Hafenstadt erkundeten. Der Weg nach oben führt durch kleine malerische Gässchen. Von dort oben hat man einen atemberaubenden Ausblick auf den Hafen, das Meer und Teile der Insel. Bei unserem Abstieg zog uns die gemütliche Taverne „Barbarossa“ in ihren Bann, wo wir dann mehr Zeit verbrachten als erwartet. Einfach Zeit für einen MittagsOuzo. - Wir marschierten danach weiter in Richtung Livadi auf der Nordseite. Dort liegt ein sehr schöner Badestand. Weil inzwischen fußlahm, beschlossen wir, mit dem Bus zurück zur „Albatros“ zu fahren. Nach „griechischem“ Fahrplan sollte gleich der nächste Bus fahren…

Bevor wir am Abend mit Dieter und Moni wieder in die nette Taverne vom Vorabend einkehrten, machten ein paar Mädels und Moni noch ein paar Besorgungen in der Apotheke und im Carrefour. Dabei wurden wir irgendwie von einem Schuhgeschäft „aufgehalten“.

Dienstag

 Für heute konnten wir drei Roller und ein Auto mieten, was uns nun die ganze Insel zu Füßen legte. - Dieter hatte als unser Guide viel Spaß, da wir mit gutem Tempo und einiger Sicherheit nicht nur feste Straßen sondern auch leichtes Gelände bis hin zur Offroad-Piste alles bewältigten. Wenn das Material mit machte… - Grenzen setzte der kleine Fiat, der trotz gutem Willen und Können des Fahrers nicht so wirklich im Gelände zu Hause war. - Unsere erste Etappe führte uns über die mit 130m schmalste Stelle der Insel in den nördlichen „Schmetterlingsflügel“. - Über teilweise halb fertige Schotterstraßen und ausgefahrene Wege gelangten wir zur kleinen Ortschaft Exo Vathi. Sie liegt im Norden der fast geschlossenen Bucht (die Durchfahrt beträgt gerade mal 50m). - Hier besuchen wir die am Kai liegende Taverne von „Oma“ und gönnen uns eine erste Erfrischung bei einem entspannten Blick über die zwei Kilometer lange Bucht, die eigentlich schon fast ein See ist. - Danach rauschte unsere kleine Kolonne südwärts zur Bucht von Agios Ioannis, wo wir uns auf dem Kiesstrand zum Baden einrichteten und im Schatten von alten Sadebäumen ausruhten.

Weiter in Richtung Osten findet man den Ort Analipsi mit seinem Hafen Maltezana. Dort kehrten wir in einer kleinen Taverne ein, die unmittelbar an einer Straße gelegen ist, welche direkt am Strand entlang führt. Dort gab es den wohl besten Calamari der ganzen Tour, so die einhellige Meinung von allen.

Bevor wir wieder Skala erreichten, gönnten uns Dieter und Moni noch den unglaublichen Blick von dem über unserem Hafen liegenden Mühlenberg…

Die anschließende Strecke ging wieder ins harte Terrain und für die kleinen 150er Roller fast ans Limit. Wir wollten einen der beiden an der Südwestspitze der Insel gelegenen Strände erreichen. Gesehen hatten wir sie bereits am Sonntag, als wir von Bord die ersten Eindrücke der Küste gewannen.

Nach Durchqueren der Felsenschlucht hatten wir nochmals eine exzellente Bademöglichkeit in glasklarem Wasser und breitem Kiesstrand. Liegen, Schirme und eine Taverne stehen für jeden Wunsch bereit. - Als Abschluss der Inselrally lotste uns Dieter in Livadi ins Hinterland, wo ein kleiner Fluss in einem Stausee als Süßwasserreserve für die Insel aufgestaut wird. - Bepackt mit Unmengen an Eindrücken von dieser kleinen Insel, die zwischen dem Dodekanes und den Kykladen fast unscheinbar ist, landeten wir wieder auf der Albatros.

Gemeinsam kehrten wir zur besten Zeit abermals im „Barbarossa“ ein und ließen bei köstlichen Speisen und der abendlich erleuchteten Altstadt einen erlebnisreichen Tag ausklingen. - Ein letzter Blick auf den nächtlichen Hafen und die Albatros im markant blauen Licht, bevor die Nacht mit einem letzten Drink an Bord eingeläutet wurde.

Mittwoch

Hinter uns liegen drei Tage an Land. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es mit einem „ Hochstart“ bei gutem Wind aus Nordwest in Richtung Kos. - Bereits kurz nach dem Auslaufen bescherte Dieter uns allen mit einem Ausblick auf das, was uns auf den vor uns liegenden knapp 41 Seemeilen erwarten sollte, ein mulmiges Bauchgefühl. - Dazu machte er nicht viele Worte. Er rief nur: „Moni, wo ist mein Ölzeug?“. Das reichte… - Seine Erfahrung sagte ihm natürlich, dass es wegen des zu erwartenden Windes und Wellengangs ab und zu an Bord ein wenig nass werden könnte. - Von Anfang an fuhren wir nur unter der Genua und das auf Grund des optimalen Windes mit ordentlich Speed. - Lange Drei- bis Vier-Meter-Wellen brachten die Albatros gut in Bewegung und die Gischt steigt das ein oder andere Mal über Bord. - Kurz nach unserem Auslaufen erblickten wir voraus am Horizont einen der drei Segler, die an diesem Tag überhaupt in unser Sichtfeld kamen. Wie schnell die Albatros wirklich ist konnten wir daran ermessen, dass dieses griechische Boot mit deutscher Mannschaft bereits nach ca. 20 Seemeilen achteraus der Albatros schaukelte.

 

Nach diesem sportlichen Törn gab es als Zwischenstopp vor der kleinen Bimssteininsel Gyali das verdiente „Erholungsbad“ im klaren Wasser vor bizarrer Kulisse. - Zum Abend setzten wir die vier Seemeilen zur südlich gelegenen Insel Nisyros über und fanden einen idealen Liegeplatz im kleinen Hafen von Pali direkt vor der Taverne  „Captains House“. - Bei gutem Essen und einem Wiedersehen mit der Crew der Zypria ließen wir den Tag entspannt ausklingen.

  •  
  •  Donnerstag

Im Laufe des Vormittags verließen wir die Vulkaninsel Nisyros in Richtung Norden. - Mit leichtem Wind passierten wir Gyali und ließen Stroggili auf Steuerbord liegen. - Nach zehn Seemeilen erreichten wir die Küste von Kos und ankerten die Albatros frei vor der Hafeneinfahrt von Kardamena. - Ein erfrischendes Bad und gemütliche Stunden an Bord waren Entspannung pur. - Am Abend haben war einen Stadtbummel durch die zahlreichen kleinen Läden Kardamenas geplant. Der Plan ging auf. Denn hier haben so mache hübsche Mitbringsel und Geschenke den Besitzer gewechselt. - Für das Abendessen überraschte uns Dieter mit einer Reservierung in einem der besten Restaurants der Stadt. Im gemütlichen Innenhof des „Avli“ genossen wir die köstlichen Speisen und Getränke unter einem mondhellen Himmel.

Nach kurzer Nacht und bekanntlich hervorragendem Frühstück sollte die letzte ZehnSeemeilen-Etappe unseres Törns vor uns liegen. - Wir segelten entlang der Küste bis zum Kilometerlangen Strand von „Blue Lagoon Village“, wo wir nochmals einen ausgiebigen Badestopp einlegten und an Land schwammen. - Am Nachmittag passierten wir die Kefalos vorgelagerte Insel Agios Stefanos, die auch vom Strand aus durch Herüberschwimmen erreichbar ist.

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© Monika Magda