Reisebericht von Dagmar und Andi 18.09.bis 03.10.2015

Tag 1: Samstag

 

Anreisetag. Wir werden nachmittags vom Flughafen in Kos abgeholt. Dieter nimmt uns das

Gepäck ab  und widmet sich dann gemeinsam mit Monika wieder dem Bootsputzen, damit

abends alles blitzblank für den 14-tägigen Törn ist. Wir verbringen den Nachmittag in der

Taverne und am Strand und genießen die sommerliche Wärme bei 27 Grad im Schatten – ganz

besonders, weil zu Hause der Herbst schon richtig Einzug gehalten hat. 

Abends treffen wir uns mit dem Rest der Crew zum obligatorischen Essen bei Sebastian und dem

anschließenden Drink bei Maria und haben Gelegenheit, uns kennen zu lernen.

Das Schiff ist (fast) voll belegt, wir sind insgesamt zu neunt. Neben uns beiden sind drei weitere

Gäste ebenfalls „Wiederholungstäter“, zwei junge Leute sind zum ersten Mal beim Segeln dabei. 

 

Tag 2: Sonntag

Es geht los: Nach dem Frühstück segeln wir von Kefalos im Süden von Kos nach Kos-Stadt. Unter-

wegs gibt es den ersten Badestopp bei der Therme, die uns mit heißem Wasser (40°C)verwöhnt.

Das Zurückschwimmen zur Albatros bei wohltuenden 25 Grad Wassertemperatur ist da schon

herrlich erfrischend! 

Den Nachmittag verbringen wir in Kos, bummeln durch die Stadt, decken uns mit Gewürzen und

Mitbringseln in der Markthalle ein und genießen den ersten griechischen Mokka auf dem Marktplatz.

So fühlt sich Sommerurlaub an! Dass die Saison sich schon dem Ende nähert, merken wir auch beim

Abendessen, das wir in großer Runde genießen. Die Stadt ist nicht gerade übervölkert, wir hören,

dass viele Gäste ihren Urlaub aufgrund der Berichte über die Flüchtlingssituation auf Kos storniert haben,

darunter leiden auch die Tavernen und Hotels. Auf dem Weg zur Eisdiele treffen wir dann auch auf einige

Flüchtlinge, die hier notdürftig ihre Zelte aufgeschlagen haben. Alles läuft völlig ruhig und in unseren

Augen auch sehr gut organisiert ab. Das einzige Problem sehe ich persönlich in meiner großen Eiswaffel,

für die ich mich fast schäme, angesichts der Menschen, die alles zurückgelassen haben,

um sich in Sicherheit zu bringen. 

 

Tag 3: Montag

Wir machen uns auf den Weg nach Leros, um im Hafen von Lakki Schutz vor dem Gewitter und Sturm zu

suchen, die für den nächsten Tag angekündigt sind. Auf die Idee sind auch andere gekommen, der Hafen

ist voll belegt. Fast. Denn Dieter findet am Fähranleger eine garagenähnliche Lücke, in die er die Albatros

souverän hineinmanövriert. Der Liegeplatz erweist sich als sicher und geschützt, dazu trägt auch der

Container an Land hinter dem Schiff bei, der viel Wind abhält. 

Wir nutzen den Nachmittag zum Baden in der nahegelegenen Bucht und bummeln durch Lakki. Unsere

jungen Mitsegler haben sich in Windeseile ein Quad organisiert und erkunden die nähere Umgebung

auf vier Rädern. 

Tag 4: Dienstag

Der angekündigte Regen hat in der Nacht pünktlich eingesetzt, hört aber freundlicherweise im Laufe des

Vormittags erstmal wieder auf. Da wir heute nicht auslaufen, machen wir zwei uns nach dem Frühstück

zu Fuß auf den Weg. Unterwegs fängt es wieder an zu regnen und es ist schwer zu erkennen, von wo

mehr Wasser kommt: Ob von den Regenmassen von oben oder vom knöcheltiefen Wasser auf der Straße,

das gurgelnd alles überflutet. Das alles stört uns wenig, denn es ist zwar nass, aber nicht kalt und

sobald der Regen wieder aufhört, trocknet uns der warme Wind wieder schnell. 

Wir wandern von Lakki nach Platanias und dann hoch zu den malerischen Windmühlen über der Stadt,

weiter zur Burg und den Hügel wieder hinab nach Agia Marina, wo wir in einer winzigen Taverne

hervorragenden Fisch zum Mittagessen genießen. Das heißersehnte Baden fällt heute aus, es findet heute

in Form von Dusche vom Himmel statt. Auf dem vier km langen Rückweg nach Lakki kommt aber plötzlich

die Sonne wieder aus dem grauen Himmel und in Nullkommanichts ist es wieder warm und sommerlich.

So schnell geht das. Wir treffen einen Teil unserer Crew beim Kaffeetrinken und gesellen uns dazu. Abends

gehen wir alle gemeinsam essen. Statt der bewährten Terrasse bei Dimitrios findet das Essen zwar  - wegen

des Regens! – drinnen statt, aber die Stimmung ist nicht weniger super und das Essen klasse. Bei ohrenbetäu-

bendem Lärm in dem kleinen Restaurant haben wir zu neunt einen Riesenspaß.

Tag 5: Mittwoch

Der Sommer ist zurück! Bei herrlichstem Sonnenschein verlassen wir Leros und segeln nach Patmos, das wir

am frühen Nachmittag erreichen. Auch hier teilt sich die Crew wieder auf. In Zweier- bzw. Dreiergrüppchen

genießen wir Patmos – jeder auf seine Art.

Wir zwei müssen erstmal wieder laufen, bummeln erst durch Skala und laufen dann eine ¾ Stunde bergauf

nach Chora, einer wunderschönen malerischen Stadt oben auf dem Berg, das von einem berühmten Kloster

gekrönt wird. Das ist allerdings am Mittwoch Nachmittag geschlossen.

Wir erkunden statt dessen ein herrliches Labyrinth an Gassen, treffen hier auch unsere beiden jungen

Mitsegler, die sich wieder mit einem Quad auf den Weg gemacht haben, und gehen schließlich einen

uralten Eselpfad wieder hinunter nach Skala. Das Schwimmen im glasklaren Wasser ist jetzt ein Hochgenuss.

 

 Tag 6: Donnerstag

Wer kennt Ikararia? Keiner an Bord. Wir müssen erstmal im Törnbuch nachlesen, was es mit der Insel,

die wir heute ansteuern, auf sich hat. Dabei erfahren wir, dass laut griechischer Mythologie Ikarus, der mit

seinem Vater Dädalus von Kreta mit einem „Flugobjekt“ aus Wachs und Federn geflohen ist, vor dieser Insel

ins Meer gestürzt ist und hier auch bestattet wurde. Ihm zu Ehren heißt die Insel also Ikaria. Der Weg von

Kreta bis hierher ist enorm weit – mir ist schleierhaft, wie Ikarus, das mit Muskelkraft geschafft haben kann,

aber gut … wir sprechen ja auch von einer Sage.

Der Weg nach Ikaria ist auch von Patmos ganz schön weit, wir genießen die Zeit an Bord beim Sonnenbaden,

Lesen, Schlafen oder unterhalten uns, bis wir den Hafen von Livadi an der Südküste der Insel am Spätnach-

mittag erreichen. Das, was wir bei unserem Rundgang durch den Ort sehen, ist fast erschütternd. Viele der

Häuser in der Hauptstadt Ikarias sind verfallen, es gibt nur wenige intakte. Am Hafen gibt es jedoch viele Bars

und ein paar Restaurants, die vielen Sitzplätze deuten darauf hin, dass hier durchaus mehr los sein könnte,

als das jetzt Ende September der Fall ist. Wir suchen uns ein Lokal aus, wo ruck zuck viele Tische

zusammenrückt werden, damit wir zu neunt Platz haben. Später finden wir noch eine Konditorei, wo wir den

Eisbestand drastisch reduzieren. Was wir von Ikaria gesehen haben, war nur wenig, wir erfahren aber, dass die

 Insel ein Paradies für Individualurlauber, Natur- und Wanderfreunde ist. Der Süden ist von einer Steilküste

geprägt, der Norden ist sehr lieblich und hat traumhafte Sandstrände. Merken!

Tag 7: Freitag

Wir wollen nach Mykonos und haben einen langen Schlag vor uns. Deshalb laufen wir auch schon morgens um

sieben, also lange vor dem Frühstück, aus. Bis wir Mykonos 10 Stunden später erreichen, haben wir viel Zeit zum

Lesen, Unterhalten, Sonnen, Schlafen oder Knoten üben. Wir haben wenig Wind, aber genug für die Albatros zum

Segeln, erst kurz vor Mykonos muss der Motor helfen. 

Schon bei der Einfahrt in den Hafen sehen wir hier Kreuzfahrtschiffe,

die wie umgefallene Hochhäuser am Kai oder in der nahegelegenen Bucht liegen und tausende von Besuchern auf die Insel schicken. Wir legen im neuen Hafen von Mykonos an, wo wir 1 ½ Tage bleiben werden. Er liegt ein paar Kilometer von der legendären Altstadt entfernt. Auch auf Mykonos ist das Freizeitprogramm unserer Crew wieder individuell. Wir zwei mieten einen Roller und erkunden die Insel auf eigene Faust. Ein kurzer Ausflug führt uns zunächst nach Ortos, aber der Strand – zugepflastert mit Liegen, Sonnenschirmen und Clubs – spricht uns nicht sehr an. 

Die Altstadt von Mykonos dagegen ist in der Tat ein Traum. Wie im Bilderbuch präsentieren sich hier weiße Häuser mit blauen Fensterläden und Haustüren, ein schier unendliches Geflecht an malerischen Gassen.

Es gibt natürlich die obligatorischen Touristenshops, aber auch viele Geschäfte von Nobelmarken, viele Künstler sind hier am Werk, ebenso wie Handwerker. Alles ist sehr gepflegt und wie aus dem Ei gepellt. Um die berühmten Windmühlen herum zertreten sich Millionen von Touristen fast. Wir gehen ganz toll essen und genießen den Abend zu zweit. Trotz der vielen Besucher in der Stadt, schaffen wir es auf dem Rückweg, Moni und Dieter zu treffen, fast unglaublich in dieser Enge. Wir hätten keine Chance gehabt, hier zu neunt gemeinsam einen Weg zu finden.

 

 Tag 8: Samstag

Wir bleiben auf Mykonos und erkunden die Insel nochmals mit dem Roller.

 Der Himmel ist bewölkt, aber es ist warm und wir fahren erst einmal an die Nordküste zum Baden. Die Bucht ist schön und hier sind nur wenige Leute.  Gegen Mittag fahren wir weiter, um zu sehen, was Mykonos noch zu bieten hat. Was wir entdecken, ist allerdings enttäuschend. Die Insel ist grau, karg und völlig vermüllt. Wo nicht direkt der Tourismus wütet, wird jeglicher Müll einfach die Hänge hinuntergeworfen und da bleibt er liegen. In der Nähe von Kalafati essen wir eine Kleinigkeit, aber die Saison ist schon fast zu Ende und es gibt kaum noch etwas. Dafür ist hier alles auch noch viel teurer als auf den anderen Inseln. Wir „klettern“ noch auf einen kleinen Berg, um die Aussicht zu genießen, aber genau genommen haben wir nur einen besseren Ausblick auf noch mehr Müll. Kaputte, abgefackelte Autos, Kühlschränke etc. liegen in der Landschaft. Dazwischen hoppeln ein paar Kaninchen recht unbekümmert vor uns herum. 

Auf dem Rückweg fahren wir zum sagenumwobenen Paradise Beach, der als Partystrand schlechthin bekannt ist. Die Bucht ist ganz klein und der Strand gehört zu einem Club, an dem es jetzt in der Nachsaison am Nachmittag zwar relativbeschaulich zugeht. Aber trotzdem nicht unser Ding. Wir fahren deshalb ein Stück weiter und finden noch einen netten Strand, der etwas weniger mit Liegestühlen gepflastert ist. 

Abends gehen wir noch einmal nach Mykonos Stadt und erleben einen bilderbuchreifen Sonnenuntergang.

Dass heute nur wenige Kreuzfahrtschiffe vor Anker liegen, ist zu spüren: Die Stadt wirkt fast ausgestorben im Vergleich zum Abend vorher. Die Touristenmassen, die sich hier in der Hauptsaison vermutlich durch die Gassen schieben,

bringen ordentlich Geld nach Mykonos und das lässt sich an der schmucken Stadt gut ablesen. 

 

Tag 9: Sonntag

Nach dem Frühstück nehmen wir Kurs auf Naxos. Noch vor der Küste von Mykonos gibt es allerdings eine wunderbare Badepause: Wir gehen in einer herrlichen Bucht vor Anker und  ins Wasser – sogar Dieter! Türkisblaues, warmes Wasser,

einfach göttlich. Die Raucher nutzen die Gelegenheit für eine Zigarettenpause, die hier naturgemäß anders aussieht, denn auf der Albatros wird nicht geraucht! Die „Raucherlounge“ liegt demnach hinter dem Heck. Die Raucher zünden sich im Wasser eine Zigarette an und haben sichtlich Spaß dabei – die Nichtraucher übrigens auch!

Wir erreichen Naxos am frühen Nachmittag und haben viel Zeit, um Naxos Stadt zu besichtigen. Wir zwei krabbeln natürlich wieder zur Burg hinauf, die hier eine ganze Stadt beinhaltet. Und einen schönen Strand gibt es in Naxos auch mit viel Sand und ganz flachem Wasser, das wunderbar warm ist. Abendessen gibt es direkt im Hafen, sehr köstlich und mit einem farbenfrohen Sonnenuntergang garniert. 

 

Tag 10: Montag

Auf (meinen!) besonderen Wunsch steuert Dieter heute eine weitere (uns) neue Insel im Törnplan an, die kein Mensch kennt: Koufonisia. Ganze 3,5 km² groß und mit Stränden, die Südsee verdächtig sind. Das Anlegemanöver im Hafen ist zwar ein Geduldspiel (Moni soll ins Törnbuch schreiben: Blöder Hafen), aber für uns ist die Insel ein Highlight. Hier kann man schon zu Fuß in kurzer Zeit viel entdecken und mit einem gemieteten Fahrrad kommen wir in einer halben Stunde zumindest um die halbe Insel. Der Eindruck ist so schön, dass wir jetzt schon wissen, dass Koufonisia bald wieder auf unserem Reiseprogramm stehen wird. 

Zwangsläufig laufen wir unseren Mitseglern immer wieder über den Weg, wir treffen uns beim Baden oder auf dem Weg zum Essengehen. Wir verbringen einen herrlichen Abend bei „Maria“ in der Taverne, die ca. vier Gerichte auf der Karte hat und herrlich kocht. Außerdem beglückt sie uns nach dem Essen mit reichlich Rakomelo (Grappa mit Honig und Kräutern), der allen sehr gut schmeckt. Vielleicht zu gut. Unser spanisch/portugiesich/baskisches Pärchen ist schwer mit Völkerverständigung beschäftigt und bald feiern wir mit dem Nachbartisch (Katalanen!!!) gemeinsam mit Unmengen von Rakomelo. So einfach geht das!

 

Tag 11: Dienstag

Dieter überrascht uns noch mit einer Badepause in einer Bucht im Norden von Koufonisia,

allerdings ist der Wind so frisch, dass wir uns glatt etwas überwinden müssen, um ins Wasser zu springen. Das ist aber so tief türkisblau, dass doch bald alle drin sind und das Schwimmen genießen. 

Der Törn geht weiter nach Amorgos, wir freuen uns über einen schönen Segeltag – unwissend, dass es erstmal auch der letzte ruhige Segeltag wird. 

Auf Amorgos gibt es zwei Seiten in der fjordartigen Bucht vom Hafen in Katapola:

 

Eine schattige, schon etwas kühle und eine sonnige, richtig heiß. So bleibt das ab sofort auch. In der Sonne fühlt es sich noch richtig nach Sommerhitze an, im Schatten spüren wir den beginnenden Herbst und brauchen eine Jacke. Kaum an Land laufen wir auf die Sonnenseite und finden eine herrliche Badebucht, in der wir den ganzen Nachmittag am Strand verbringen.

Abends gehen wir gemeinsam im Hafen zum Essen, einige finden besonders Gefallen am griechischen Weißwein und bleiben, bis die Taverne endgültig schließt. 

 

 

 Tag 12: Mittwoch

Heute sind wasserdichte Jacken angesagt, denn es schaukelt und spritzt richtig auf dem Weg nach Astypalea. Moni braucht heute auch kein Mittagessen kochen, sondern belässt es bei Brot, Wurst und Käse, von dem sich jeder nach Belieben einfach nehmen kann. Das Belieben hält sich allerdings ziemlich in Grenzen, manche verziehen sich in die Kojen, wo sie warm und trocken dahinschaukeln, eine liest im Salon in aller Seelenruhe und freut sich über die Brotzeit und die ganz Harten sind an Deck und trotzen Wind und Wetter. Und Dieter lässt das Steuer 10 Stunden lang nicht aus der Hand – grandios! 

Mit Astypalea haben wir wieder die Dodekanes erreicht, die Insel gilt als Brücke zu den Kykladen, die wir somit hinter uns lassen.

Als wir am späten Nachmittag in Chora auf Astypalea ankommen, braucht Dieter erstmal den Schlaf, den sich die anderen schon tagsüber gegönnt haben.

 Wir trollen uns, um Chora zu erkunden. Es gibt eine Burg – klar! –, zu der wir den Berg hochlaufen. Die Reste dieser sehr alten Stadt können wir noch entdecken und Teile der schmetterlingsförmigen Insel sehen.  Das heutige Chora ist ein kleines Städtchen, das sich wunderschön an den Hang schmiegt. Oben auf dem Bergsattel stehen acht Windmühlen und sorgen heute zumindest für einen sehr schönen Anblick. 

 

Tag 13: Donnerstag

Noch mehr Wind! Acht bis neun Windstärken sind zu bewältigen, aber bei magenfreundlicherem Wellengang als gestern. Und so geht es fast wie auf Schienen nach Nisyros. Dank dem starken Wind von Achtern erreichen wir die Vulkaninsel am späten Nachmittag. Das gibt uns noch ausreichend Gelegenheit für eine kleine Rollertour, um die Eindrücke vom letzten Törn wieder aufzufrischen. Wir sehen den Vulkankrater – dieses Mal nur von oben -, die verlassene Stadt, die dank vieler EU-Gelder gar nicht mehr so verlassen ist und uns zu einem mystischen Rundgang inspiriert. Außerdem ist noch ein kurzer Abstecher zur Vulkansauna drin. Eine Badepause am Vulkanstrand und ein optisches Highlight mit der Kirche oberhalb von Nikia runden die Tour perfekt ab. Nisyros ist unglaublich grün, vor allem nachdem es nun auch schon mal etwas geregnet hat. Der Staub ist abgewaschen und die Natur sprießt schon wieder richtig. Eine Augenweide!

Abends gibt es das „Pflichtprogramm“ auf Nisyros: Dinner beim „Captain“ direkt im Hafen. Das fühlt sich fast so an, als wenn man bei guten Freunden endlich wieder mal zu Besuch wäre. Alles sehr vertraut. Und das Essen ist wie immer klasse! 

Die Nacht könnte nach dem vielen Schaukeln endlich ruhig werden, die Albatros liegt bombensicher und ruhig im Hafen. Aber so ganz ruhig wird es dann doch nicht, denn auf dem Nachbarschiff wird das Ende einer einwöchigen Regatta von acht Segelschiffen mit einer Las Vegas Party gefeiert. Wir lassen sie feiern und sind so müde, dass wir alle hervorragend schlafen. 

 

Tag 14: Freitag

Nach dem wie immer köstlichen Frühstück segeln wir zurück nach Kos, ein Mitsegler übernimmt den Törn gerne.

Das Meer ist wieder ruhig, die Sonne scheint und wir können auch wieder die wunderbare Matratze an Deck genießen, ohne eine „Meeresdusche“ abzukriegen.  Nachdem nun schon Anfang Oktober ist, können wir die Sonne im Fahrtwind gut brauchen und rutschen immer schön hin und her, wenn uns das Segel wieder Schatten spenden will. Der letzte Törntag ist noch einmal herrlich zum Auftanken, Seele baumeln lassen und die letzten zwei Wochen an uns vorbeiziehen zu lassen:

Fazit: 10 Inseln in 14 Tagen, 350 Seemeilen, immer gutes Essen, sowohl an Bord als auch in allen Tavernen und Restaurants, die wir besucht haben, viele gute Bücher, herrliche Segeltage, schöne Badepausen, viele schöne Gespräche mit sehr netten Leuten, Moni und Dieter als professionelles, bestens eingespieltes Skipperteam, die uns sicher durch die Kykladen und den Dodekanes gesegelt haben und uns  – wieder einmal – ein Rundum-Sorglos-Paket geboten haben. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Monika Magda