Die verrückte Idee.

 

Über einen Freund bin ich zu einer Werkstatt gekommen, wo ich Frank kennen lernte, der mich fragte, was ich beruflich machen würde. Ich antwortete ihm, daß ich Segeln im Mittelmeer als Job hätte.

Die steigende Begeisterung war Frank an zu merken, denn er ist auch ein leidenschaftlicher Segler und beim Anschauen meiner Webseite kam die Idee, daß er mit der ganzen Firma zu mir aufs Schiff zum Segeln kommen wollte.

Die ganze Firma sind 15 Mann. Wow, das ist mehr als ich auf die Albatros mitnehmen kann. Doch auch ich war von der Idee begeistert mit der ganzen Firma segeln zu gehen.

Nun musste ich das erstmal Monika beibringen, die nicht so begeistert war, doch es mußte auch noch ein zweites Schiff und ein zweites Skipperpaar her.

 

Der Termin wurde auf den 06.10.2018 festgelegt. Das zweite Schiff wurde gechartert und Torsten mit seiner Frau Janine wollten das zweite Schiff fahren. Die Anreise war das erste  Abenteuer was Frank organisiert hatte. Da auch wir erst am 06.10. aus Deutschland angereist kamen, war der erste Tag ein wenig stressig.

Janine und Torsten das zweite Sipperpaar

Doch da wir schon bei unserer Abreise die Albatros startklar und für zwei Schiffe gebunkert hatten, mussten wir nur noch die Albatros aus dem Stadthafen in die Marina, wo die gecharterte Yacht lag, umlegen. Das Flugzeug aus München hatte eine Stunde Verspätung. Janine und Torsten hatten wir schon in München am Flughafen getroffen. In Kos am Flughafen stand schon der Mietwagen für uns bereit, den ich vorab bestellt hatte. Wir fuhren gleich in die Marina, wo Torsten und ich zum Vercharterer gingen, um die Übernahme der Yacht und  das Einschecken zu organisieren. Torsten kam schnell alleine klar und Moni und ich sind dann zu Fuß zum  Stadthafen gelaufen ( zirka 2km ).

Angekommen, saß bereits  der größte Teil der Crew vor der Albatros in sehnsüchtiger Erwartung.

Ein Teil der Crew und das zu viele  Gepäck

Das gesamte Gepäck wurde auf die Albatros verladen (Unmengen von unnützem Kram). Die Crew musste zur Marina laufen, während Moni und ich die Albatros in die Marina umsetzten. Der Liegeplatz war zufälligerweise schräg gegenüber unserer Charteryacht.

Nach dem ersten Kennenlernen und dem Begrüßungsbier wurde umgeräumt.

Erst spät am Abend kamen wir zum Essen im Marina Restaurant. Die anstrengende Anreise, das Warten im Hafen und die Verstauerei hatte uns alle müde gemacht, so daß wir verhältnismäßig früh schlafen gegangen waren. 

Sonntag, den 07.10.

Alle hatten verhältnismäßig gut geschlafen und das Wetter war sehr schön. Torsten hatte noch Probleme mit der zweiten Yacht Angelina, denn die  Ankerwinde war defekt und diese ist im Mittelmeer unerlässlich. Wir mussten mit der Albatros noch zur Seetankstelle und liefen schon mal aus.

Es war geplant, daß wir uns in Pserimos in der Badebucht zu Mittag treffen würden. Unter Motor ging es an die Tankstelle. Nach dem Tanken setze ich Segel und Frank übernahm das Ruder mit Begeisterung. Die Umstellung vom See aufs Meer und der Unterschied, daß die Albatros fast doppelt so lang war wie Franks Boot auf dem Bodensee faszinierte ihn. Die Damen an Bord  machten es sich bei einem Glas  Sekt auf den Sonnenliegen bequem. Der Rest der Crew chillte herum.

Nach zwei Kreuzschlägen waren wir in der geplanten Badebucht. Die Begeisterung über die Bucht und das türkiesblaue Wasser war groß. Torsten hatte doch länger mir der Ankerwindenreparatur zu tun und kam erst zu Mittag  aus dem Hafen, so daß er gleich zu der von uns ausgesuchten Abendbucht steuerte. Da am Sonntag alle Charterschiffe von der gleichen Marina aus starten sind Liegeplätze rar, aber wir hatten in der Bucht zwei Bojen reserviert und in der Taverne genügend Plätze geordert, da wir ja 18 Personen waren und das ist in den kleinen Tavernen nicht immer einfach.

Gegen Nachmittag verlassen wir unsere  Badebucht und segeln wieder mit zwei Kreuzschlägen nach Kalymnos in die Nikolasbucht, wo die Angelina schon auf uns warte und unsere Boje verteidigte. Der Abend in der Taverne ist sehr schön gewesen und den Absacker nahmen wir auf den Booten, gegen 4 Uhr  schliefen dann alle.

Montag, den 08.10.

Nach dem Frühstück und einem Bad im Meer liefen wir unter Segel gegen 10 Uhr aus. Beide Boote blieben beieinander und segelten mit vielen Wenden Richtung Leros. Gegen Mittag entschieden wir uns die Badepause zu streichen und den Wind zu nutzen, weil für die nächsten  Tage weniger Wind angesagt war, neuer Kurs war Lipsi. Am Nachmittag gegen 16 Uhr erreichten wir Lipsi. Die  kleine Insel mit einer Ortschaft, die aber 23 Kapellen hat und eine große Kirche, ist wirklich schön und die Crew macht sich gleich nach der Ankunft auf Entdeckungstour. Auch für diesen Abend hatte ich einen Tisch (Tafel für 18 ) reserviert. Der Abend verlief ruhiger als der vorige Abend. Ein wenig war noch die Müdigkeit zu spüren. Ausnahmen gab es natürlich, da wir ja viele junge Leute dabei hatten. Eine tolle Mischung von 1,5 bis 72 Jahre alt, das hat aber super gepaßt.

 

Dienstag, den 09.10.

Heute ist die Crew fitter und wir konnten schon um 9 Uhr auslaufen. Noch im Hafen wurden die Segel gesetzt und wir glitten von dannen. So mit zwei Booten macht das richtig Spaß, besonders da die Schiffe fast gleich schnell waren. Mit Vorwindkurs ging es nach Leros. Der Wind hatte wirklich nachgelassen aber bis zur Badebucht reichte er noch. Der Anker fiel in  türkiesgrünes  Wasser. Die Bucht hat eine einzige Tavernen und mit den Schlauchbooten statteten wir der Taverne einen Besuch ab. Gegen Nachmittag frischte der Wind nochmals auf und wir konnten unter Segel den Hafen Lakki auf Leros erreichen. Hier hatte ich auch Liegeplätze reservieren lassen, da wir morgen einen Landausflug machen wollten. Dazu müssen die Schiffe gut vertäut sein. Nach dem Landgang gingen wir zusammen in die Taverne, wo es einen hervorragenden Fleischspieß gab. Der restliche Abend stand zur  freien Verfügung, um eventuell noch in eine Bar zu gehen oder an Bord den Absacker zu nehmen.

Mittwoch, den 10.10.

So, heute war die Erkundung von Leros angesagt. Dazu hatten wir mehrere Motorroller und 2 Autos gemietet. Die Fahrzeuge wurden uns direkt vor das Schiff gebracht, dadurch kamen wir auch früh los. Die erste Station war das Museum, was für die Crew interessant war.  Auf der Rundreise um die Insel hatten wir viele Stationen, wie die schönsten Aussichtspunkte, die Burg, die Werften und vieles mehr. Da wir mobil waren konnten wir zu Dimitris zum Abendessen fahren. Das Surprise-Essen (von allem etwas) war wieder super und alle waren begeistert.

 

Donnerstag, den 11.10.

Der Wind  war schwach, aber zum segeln reichte es und wir segelten nach Kalymnos. Gegen Mittag gingen beide Boote vor einer kleinen Ortschaft vor Anker zum baden und die Schlauchboote wurden klar gemacht für den Landgang. Die Segel wurden wieder gesetzt und es ging weiter zum Haupthafen von Kalymnos  (Potia), wo wir am frühen Nachmittag ankamen. In Potia wollten dann alle shoppen gehen. Bei Poppi, so heißt die Taverne wurden wir wieder herzlich begrüßt und Mama Poppi stellte uns in ihrer kleinen Taverne eine große Tafel für uns alle zusammen und verwöhnte uns mit griechischen Köstlichkeiten, die sie in ihrer Miniküche zauberte.

Freitag, den 12.10.

Heute hatten wir es mit dem Auslaufen nicht eilig, denn wir mußten an unseren Ausgangspunkt, die Marina von Kos zurück. Erst um 11 Uhr sind wir ausgelaufen und segelten los. Gegen Mittag frischte der Wind noch ein bißchen auf, so daß alle Spaß an den letzten Meilen hatten. In der Marina Kos wurden wir schon erwartet und die Marineros waren uns beim anlegen behilflich.

Zum Abendessen gingen wir zu Kosta, wo man das beste Gyros bekommt und auch alles andere aus der umfangreichen Speisekarte ist sehr gut. Der Abend in der Taverne war lang und fröhlich und auf dem Heimweg gab es noch das beste Eis von Kos. Hmmmm

 

 

  

Samstag, den 13.10.

Der Wecker ging das erste Mal auf diesem Törn, denn die Crew mußte auf die Fähre nach Bodrum zum Flughafen. Das Ganze nicht gebrauchte Gepäck mußte wieder verpackt werden. Es war so viel, daß wir ein Auto gemietet hatten für den Transport des Gepäcks zur Fähre. (3km) Der Abschied fiel uns allen schwer, denn es war ein wunderschöner Törn. Das Auto hatte dann doch noch Sinn, denn ich konnte damit unser Skipperpaar Janine und Torsten zum Flughafen bringen.

Ich möchte mich nochmals für den schönen Törn bei allen bedanken.                   

 

 

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© Monika Magda